FOSSGIS 2018: Programm und Anmeldung

Die wohl wichtigste Konferenz für Freie Software im GIS-Bereich und Freie Geodaten, die FOSSGIS findet vom 21.-24. März 2018 in Bonn statt. Am 7. Januar 2018 wurden nun das Programm veröffentlicht und die Anmeldung eröffnet. Die von der Konferenzorganisation (Danke Astrid!) gestern an alle einschlägigen Gruppen & Mailinglisten versandte Mail wird hiermit weiter geteilt:

Sehr geehrte FOSSGIS-Aktive, sehr geehrte FOSSGIS-Anfänger,
OSM-Begeisterte und Interessierte,

vom 21.-24. März 2018 wird die FOSSGIS-Konferenz vom gemeinnützigen
FOSSGIS e.V und der OpenStreetMap Community mit Unterstützung der
Universität Bonn in Bonn stattfinden.

Die FOSSGIS-Konferenz ist die im D-A-CH-Raum führende Konferenz für Freie und Open Source Software für Geoinformationssysteme sowie für die Themen OpenStreetMap und Open Data. An vier Tagen werden in Vorträgen für Einsteiger und Experten, Hands-On Workshops und Anwendertreffen Einblicke in neuste Entwicklungen und Anwendungsmöglichkeiten von Softwareprojekten gegeben.

Der OSM-Samstag ist als Unkonferenz (Barcamp) und Mappertreffen gedacht und richtet sich an Mapper, Entwickler und OSM-Interessierte. Das genaue Programm wird am Morgen in der Einführung und Begrüßung festgelegt. Die Teilnahme am Bonner OSM-Samstag ist kostenfrei und unabhängig von der FOSSGIS-Konferenz möglich. Eine Anmeldung ist zur besseren Planung erwünscht, entweder über das FOSSGIS-Konferenz-Anmeldesystem oder über das OSM-Wiki.

Am Abend des ersten Konferenztages, 21. März 2018, findet die Abendveranstaltung“ Campus-Dialoge“ statt, weiter Informationen auch zu den anderen „Social Events“ rund um die FOSSGIS finden Sie auf der Konferenz-Homepage.

In Erwartung von mehr als 400 Teilnehmenden ist eine Registrierung Ihrerseits notwendig und hilfreich für die Organisation.

Preise FOSSGIS-Konferenz 2018

Supporterticket (Unterstützer): ab € 250
Standardticket (Normalpreis): € 190
Standardticket (Frühbucherrabatt bis 06.02.2018, 21 Uhr): € 150
Studierendenticket: € 80
Communityticket*: € 0*
Workshop: € 100
Workshop (Frühbucherrabatt bis 06.02.2018, 21 Uhr): € 90

Im Konferenzticket enthalten: FOSSGIS-Konferenz-Teilnahme, Pausensnack, Tasche und wenn bestellt Tagungsband, T-Shirt und Abendveranstaltung Campus-Dialoge. Das kostenfreie Communityticket* ist vorgesehen für Aktive aus dem Open-Source- und OpenStreetMap-Bereich (Entwickler, aktive Mapper) sowie für Helfer bei der Konferenz 2018. Bitte bei der Anmeldung im „Freitext zum Communityticket“ angeben.

Die FOSSGIS Konferenz 2018 wird vom gemeinnützigen Verein FOSSGIS e.V, der OpenStreetMap Community und der Open Source Geospatial Foundation (OSGeo) in Zusammenarbeit mit der Universität Bonn veranstaltet. Alle Informationen zur FOSSGIS-Konferenz (Programm, Anreise und Unterkunft, Anmeldung, Helfermöglichkeiten und Sponsoren) entnehmen Sie der Konferenzhomepage. Bitte beachten Sie, dass das Programm am Freitag in diesem Jahr länger geht, als in den letzten Jahren.

Helfer: Freiwillige Helfer sind eingeladen und willkommen während der Konferenz bei den Videoaufnahmen, als Sessionleiter oder beim Catering zu unterstützen. Bei Interesse bitte direkt per E-Mail an konferenz-orga@fossgis.de melden oder die entsprechenden Fragen in der Onlineanmeldung beantworten. Es ist möglich dafür das kostenfreie „Communityticket“ zu erhalten.

Termine und Informationen: FOSSGIS-Konferenz 2018: 21.-24.03.2018
Ort: Geographisches Institut sowie Geozentrum der Universität Bonn, Meckenheimer Allee 166+176, 53115 Bonn
Programm: https://www.fossgis-konferenz.de/2018/programm/
Teilnehmeranmeldung: https://www.fossgis-konferenz.de/2018/anmeldung/
(Frühbucher bis 06.02.2018, 21 Uhr)
Social Events: https://fossgis-konferenz.de/2018/socialevents/
OSM-Samstag:
https://wiki.openstreetmap.org/wiki/FOSSGIS_2018/OSM-Samstag
Alle Informationen: https://www.fossgis-konferenz.de/2018/
Fragen: an konferenz-orga@fossgis.de
Twitter: twitter.com/FOSSGIS_Konf #FOSSGIS2018

Das FOSSGIS-Konferenz-Organisationsteam freut sich darauf, Sie zur einer spannenden FOSSGIS-Konferenz 2018 in Bonn begrüßen zu dürfen.

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Open Data auf britisch

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Momentan verbindet man mit Großbritannien eher mit allen Dingen rund um den Brexit. Aber es geschieht auch Erfrischendes auf der Insel, z. B. im Bereich Open Data. So will das UK eine Geodatenkommission gründen und die OS MasterMap-Daten frei verfügbar machen. Lob von allen Seiten. Glückwunsch UK, richtige Entscheidung!

Dazu Jeni Tennison, Geschäftsführerin des ODI: „Das ist ein großer Fortschritt. Der offene Zugang zu OS Master Map ist nicht nur für sich allein genommen nützlich, sondern beseitigt auch die derzeitigen rechtlichen Barrieren, die die Verfügbarkeit anderer Daten einschränken – vom ausländischen Landbesitz bis hin zu den Standorten von Parkplätzen -, was für das Verständnis und die Bewältigung von Wohn- und Transportproblemen unerlässlich ist.“ [1]

[1] … http://www.ukauthority.com/data4good/entry/7700/uk-to-establish-geospatial-data-commission
[2] … https://www.ordnancesurvey.co.uk/business-and-government/products/mastermap-products.html

Open Data: Sind wir wirklich reif und bereit?

Im neuen Open Data Maturity-Report 2017 sehen die Werte für Deutschland gar nicht so schlecht aus, das kann einen eigentlich freuen. Das heißt aber noch lange nicht, dass alles OK ist. Es gibt noch eine Menge zu tun bei Open Data, zu allererst braucht’s vor allem immer noch die Bereitschaft in den Köpfen!. Wenn man z. B. den Versuch macht, via Google nach „open+data+sachsen+anhalt“ zu suchen, dann kommt wenig, also ganz wenig, also eigentlich fast nichts. Auch die Suche nach „open data“ oder „opendata“ auf den offizielle Seiten des Landes Sachsen-Anhalt und des LVermGeo LSA kommen zu ernüchternden Ergebnissen, siehe [1] … [4].

Liebe Verantwortliche: es sind nicht „Eure Daten“, es sind UNSERE, stellt sie doch einfach zur Verfügung! Übrigens: WIR haben sie bezahlt, wir haben ein Recht darauf!

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Die gesamte Open Data Maturity gruppiert Länder in verschiedene Cluster: Beginners, Follower, Fast-Tracker und Trendsetter. (Quelle: https://www.europeandataportal.eu/de/highlights/open-data-maturity-europe-2017)

[1] … https://suche.sachsen-anhalt.de/?q=open+data
[2] … https://suche.sachsen-anhalt.de/?q=opendata
[3] … https://www.lvermgeo.sachsen-anhalt.de/de/suche.htm?searchpattern=open+data
[4] … https://www.lvermgeo.sachsen-anhalt.de/de/suche.htm?searchpattern=opendata

Open Data: 20 000 Arbeitsplätze und 43,1 Milliarden Euro mehr im Jahr.

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Am 12.11.2017 erschien ein interessanter Beitrag zur Open Data-Problematik in der FAZ:

  • „Behörden horten haufenweise ungenutzte Bürger-Daten“
  • „Wer Rohdaten sucht, ist vom Sachbearbeiter abhängig“

„Das volkswirtschaftliche Potential neuartiger Prozesse und Leistungen, die sich aus offenen Daten ergäben, errechnete 2016 eine Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung. Ergebnis: 20 000 Arbeitsplätze und 43,1 Milliarden Euro mehr im Jahr.“ [1], [3]

Wenn man diese Daten mal ganz pauschal (bei angenommener Gleichverteilung aller Ressourcen linear über die Einwohner – ich weiß, eine sehr sehr grobe Näherung!) betrachtet, sollte das Potenzial für Halle (Saale) bei ca. 58 AP und 125 Millionen EUR pro Jahr liegen.

OpenData_Potenzial_D_Halle_2.png

[1] … http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/verwaltungsdaten-bleiben-ungenutzt-bitte-ein-byte-15260361.html
[2] … https://twitter.com/FAZ_NET/status/929819190839709696
[3] … http://www.kas.de/wf/de/33.44906/
[4] … https://geoobserver.wordpress.com/2016/05/02/open-data-das-potenzial/

Open Data: Alle Gebäude Großbritaniens

So muss Open Data: Der Ordnance Survey , die 225 Jahre alte nationale Kartierungsagentur stellt den kompletten britischen Gebäude-Datenbestand zur freien Verfügung (gepackt ca. 1,23 GByte). Ich hab’s mal eben schnell im QGIS probiert, siehe Screenshots:

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Vom Gesamtausschnitt Großbritaniens zum Nullmeridian in Greenwich
(Daten-Quelle: http://bit.ly/os-gb-buildings)

Open Data: mehr als 2600 Portale weltweit

Alle Welt spricht von Open Data, aber diese offenen Daten zu finden kann manchmal mühsam sein. Eine gute Hilfe könnte dabei die Sammlung auf opendatasoft.com sein. Mehr als 2600 Portale mit Open Data-Beständen wurden dort bisher zusammen getragen und es werden mehr.

Oops: Leider ist der hallesche Link defekt, ich hab’s vor ca. 30 min gemeldet, mal sehen, wie schnell man bei opendatasoft.com reagiert.

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2600+ Open Data Portal weltweit
(Quelle: https://www.opendatasoft.com/a-comprehensive-list-of-all-open-data-portals-around-the-world/)

Open Data Zürich mit QGIS-Server

Cool, das OpenData-Portal in Zürich nutzt den QGIS-Server! Nach MapServer und GeoServer mittlerweile eine wirklich ernst zu nehmende Alternative. Ich hab die Züricher Lösung gleich mal probiert. Klappt vorzüglich und ist performant. Danke Zürich für Bestätigung, wir sind in Halle auf dem richtigen Weg ;-)

OpenData_Zurich_Test_WMS_QGIS_1.pngOpenData-Portal Zürich: WMS für Luftbilder 2013, historischen Stadtplan 1864 und POIs im QGIS (WMS-Quelle: https://www.ogd.stadt-zuerich.ch/wms/WMS-ZH-STZH-OGD?)

[1] … https://twitter.com/OpenDataZurich/status/907962078823981056

Open Data: Deutschland kein Trend Setter?

Deutschland will immer ganz vorn,  mitspielen in der ersten Liga. Unbedingt. Wenn’s aber um Open Data geht, dann gehört Deutschland eher zum Mittelfeld. Vergleiche  „Open Data in Europa“ auf europeandataportal.eu. Schade eigentlich, aber nun kann es nur besser werden!

OpenData_Maturity_Screenshot_1.pngScreenshot: „Country maturity map“ (Reife Karte)
(Quelle: https://www.europeandataportal.eu/de/dashboard#tab-map)

Open Data & die guten Nachrichten aus Bonn

Dieser Tweet von  hat das Zeug, mein Lieblingstweet der Woche zu werden. Danke Bonn! Genau so, keine der Bedenken sind eingetreten. Bedenklich sind oft eher die Fragen und Meinungen der Bedenkenträger: „Was will der mit meinen Daten?“, „Müssen wir das machen? (Gesetz, Richtlinie, Verordnung)“,  „Ohne mein Metawissen können die sowieso nichts mit den Daten anfangen“ und ganz viel Angst, Ängstlichkeit, Herrschaftswissen.

Aufwachen. Die öffentlichen Daten gehören allen. Die Steuerzahler, also wir alle, haben sie mitfinanziert, also haben wir auch ein Recht auf die Daten, jedenfalls auf die meisten. Hier ist der Beweis: Vor Open Data muss man keine Angst haben!

OpenData_Bonn_eingetretene_Bedenken_Screenshot..pngScreenshot des Tweets
(Quelle: https://twitter.com/OpenDataBonn/status/899960313520541697)

Open Data: Gedanken über Qualität

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Einen interessanten Blog-Eintrag zum Thema Datenqualität bei offenen Daten findet Ihr bei Open Knowledge International. Im Artikel „Open data quality – the next shift in open data?“ werden einige interessante Aspekte zum Thema andiskutiert, z. B. die Vielfalt bestehender Qualitätsindikatoren als potenzieller Verhinderer bei der Verbesserung der Datenqualität oder die folgenden nicht vollständigen Indikatoren lt. GODI:

  • Vollständigkeit des Datensatzinhalts *
  • Erreichbarkeit (Zugangskontrolle oder öffentlicher Zugang?)
  • Nutzbarkeit der Daten
  • Verarbeitbarkeit (Maschinenlesbarkeit und Aufwand für die Nutzung von Daten)
  • Rechtzeitige Veröffentlichung **

*… das sehe ich eher so: wer auf 100% Daten wartet, veröffentlicht wahrscheinlich nie; 80% Daten sind besser als 0% (man muss es nur kennzeichnen!)

**… wird leider viel zu oft vergessen! Denn, „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben“

(Quelle: https://blog.okfn.org/2017/05/31/open-data-quality-the-next-shift-in-open-data/)