QGIS: Zum Stand der Dinge

Heute: Ein Jubiläum! Der 1000. WordPress-Beitrag vom #geoObserver :-)

Eine wunderbare Wochenend-Lektüre kann ich den QGIS-Interessierten empfehlen: „State of QGIS“ von Kurt Menke und Larry Shaffer. QGIS – das Projekt, die Community, was kommt in QGIS3, Funktionen, Technologien, 3D, wie wird migriert, … Also ich kann QGIS3 kaum erwarten ;-)

QGIS_Release_Schedule_Screenshot_1.jpg
Zeitplan für QGIS Releases
(Quelle:  http://qgis.dakotacarto.com/foss4g/2017/State-of-QGIS_FOSS4G-2017.pdf)

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News: ArcGIS vs. QGIS

Tim Sutton, einer der führenden Köpfe im QGIS-Kosmos wurde von offiziellen Stellen gebeten, aktuell ESRI-Lösungen mit QGIS und GRASS zu vergleichen (siehe Tweet). Die Ergebnisse sind beeindruckend und zeigen erneut, dass QGIS eine ernst zunehmende Alternative zur kostenintensiven kommerziellen Geowelt sein kann. Ich/wir sehen uns erneut in unserem Projekt #switch2qgis bestätigt. Wir kamen bei unseren Untersuchungen zu gleichen Ergebnissen, siehe meinen Vortrag „switch2qgis – Erfahrungen beim Umstieg auf QGIS in der Stadt Halle (Saale)“ auf dem 9. Geofachtag des netzwerk | GIS Sachsen-Anhalt 2017 in Dessau. Danke Tim!

Projektionen vergleichen

Auf map-projections.net findet Ihr eine gelungene Anwendung zum interaktiven Vergleich verschiedener Projektionen. Einfach zwei Projektionen auswählen, Vergleich starten und staunen, wundern, …

Ich hab’s mal probiert: Hammer-Cylindrical vs. Mercator klappt prima.

HammerCylindrical_vs_Mercator_1.png
Hammer-Cylindrical vs. Mercator
(Quelle: http://map-projections.net/compare.php?p1=hammer-cylindrical&p2=mercator-84&w=0)

Sie arbeiten zuviel: Stadtplan als Werbeträger

Stadtpläne als Werbeträger kennt man schon lange, ein besonders schönes Beispiel habe ich im halleschen Stadtplan von 1937 gefunden: „Sie arbeiten zuviel“. Ach, und denken Sie bitte an den „Fettdruck“. ;-)

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Ausschnitt Hallescher Stadtplan 1937 (Quelle: Stadtarchiv Halle (Saale))

Interessant auch die Archivale des Monats auf Halle.de.

Open Data: Deutschland kein Trend Setter?

Deutschland will immer ganz vorn,  mitspielen in der ersten Liga. Unbedingt. Wenn’s aber um Open Data geht, dann gehört Deutschland eher zum Mittelfeld. Vergleiche  „Open Data in Europa“ auf europeandataportal.eu. Schade eigentlich, aber nun kann es nur besser werden!

OpenData_Maturity_Screenshot_1.pngScreenshot: „Country maturity map“ (Reife Karte)
(Quelle: https://www.europeandataportal.eu/de/dashboard#tab-map)

Dialekt & Kartographie

Ist schon interessant, auf einer Karte darzustellen, wo die Menschen gleiche Dinge wie bezeichnen: Die Orte mit *ing, *ow, *rode hatten wir schon. Jetzt kommen die unterschiedlichen Regionen von Kartoffelbrei oder Erdäpfelstampf, Frikadelle oder Bulette. Spiegel Online zeigt’s im Beitrag „Hier verlassen Sie den Bulettensektor“ interaktiv mit Datensätzen aus immerhin 18000 deutschsprachigen Orten.

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ScreenCapture „Ausdrücke für nichtprofessionelles Fussballspielen“
(Quelle: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/alltagssprache-bulette-oder-frikadelle-bolzen-oder-kicken-a-1109490.html

GIS per Definition

In Kurzform bedeutet GIS:

Ein Geographisches Information System ist ein computerbasiertes Tool, das geografische Informationen analysiert, speichert, manipuliert und visualisiert, meist in einer Karte.

Eine gelungene, etwas weiter greifende, aber einfach zu verstehenden Beschreibung findet Ihr im Artikel „What is Geographic Information Systems (GIS)?“ in der GIS Lounge (THX!).

What_ist_GIS_Screenshot_Google_1.png
Google befragt nach „what is GIS“

Die Bewegung zum Open Source GIS

Interessante Aspekte im Bereich der GIS-Entwicklung findet Ihr im Beitrag „IoT and the Move to Open Source GIS“ von Andy Dearing. Lesenswert!

  • IoT & Cloud, Smart Cities
  • GIS-Spezialist und „geo-fähiger Nutzer“
  • Preisgestaltung & Skalierbarkeit, Schnittstellen
  • archaische Lizenzpolitik *
  • Open Source als Mainstream

* … Darüber hinaus ist die „Pay-per-CPU-Kern“ -Modus der Lizenzierung archaisch – und bedeutungslos in einer elastischen Infrastruktur – so werden GIS-Profis und Verbraucher letztlich mehr bezahlen für deutlich weniger Fähigkeiten.