ohnesocken.de

Herzlich willkommen bei www.ohnesocken.de, der wohl (un)wichtigsten Seite im Netz, außer, wenn es um Fussfreiheit geht.  Also, warum ohne Socken?

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Dazu ein Beispiel: Mitteldeutsche Zeitung vom 26.2.2005 “Ein harter Mann mit heißen Füßen”. Zu sehen auf der MZ-Webseite oder das Original aus der Zeitung.

Und noch ein Beispiel in der TAZ :
Was tun, wenn die Grippe kommt?
Am besten barfuß durch den Winter

Die Nase läuft, der Husten plagt? Eine kräftige Rindsbouillon soll helfen, auch gegen eine scharfe Peperoni ist nichts einzuwenden. Chinesische Ärzte empfehlen einen Sud aus frischem Ingwer, Kamille und Pfefferminze. Alle Zutaten 20 Minuten köcheln lassen, abseihen, zwei Tassen schlückenweise trinken. Ron Eccles schwört auf indische Speisen: „Ein Currygericht wirkt Wunder“, sagt der Chef des britischen Grippe-zentrums an der Uniklinik Cardiff. „Je schärfer, desto besser.“ Ob Tee oder gewürzte Kichererbsen: Scharfes, heiß zubereitet, regt die Schleimproduktion an und wäscht so die Bakterien aus dem Körper. Diese Hausmittel sind nur bei einer einfachen Erkältung zu empfehlen. Allerdings müssen auch Grippekranke ihre Abwehr stärken.

Medikamente für die Virusbehandlung selbst gibt es kaum. Das in Deutschland zugelassene Präparat Amantadine blockiert den Aufbau der Virushülle – wenn es vor dem dritten Tag der Erkrankung eingenomen wird. Pünktlich zur diesjährigen Grippesaison liegt das Mittel Relenza in den Apotheken. Das Inhalationspulver soll, die Vermehrung des Erregers im Körper stoppen. Allerdings sind in England schon drei Patienten gestorben, obwohl sie Relenza eingenommen hatten. Haben sich die Viren erst millionenfach vermehrt, dann helfen Pille und Pulver nur noch den Pharmaunternehmen, die ein Umsatzplus von jeweils einer Milliarde Mark anpeilen.

Was aber tun, damit die Viren erst gar nicht im Körper andocken können? Die einfachste Vorsorge: Händewaschen nie vergessen. Mutige Männer begießen sich am Myojin-Tempel in Tokio gerne öffentlich mit eisigem Wasser. Lautes Schreien erleichtert das Durchhalten. Auch O-Saft trinken oder barfuß durch den Winter laufen härtet ab . Für zarte Typen kann die einfache Impfung eine Alternative sein. Das Serum soll „achtzigprozentig“ schützen, beteuert Johannes Löwer, Leiter des Paul-Ehrlich-Instituts. Für Risikopersonen übernehmen die Kassen die Kosten. Das sind ältere und chronisch Kranke, aber auch Leute, die viel mit andern Menschen zusammenkommen. Allergiker, die auf Hühnereiweiß reagieren, dürfen sich nicht impfen lassen. Obwohl das Virus bereits präsent ist: Manche Fachleute raten auch jetzt noch zur Impfung. Der volle Schutz baut sich allerdings erst nach zwei Wochen auf. Für viele zu spät. roga
taz Nr. 6042 vom 15.1.2000 Seite 3 Tagesthema 91 Zeilen, TAZ-Bericht roga

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Treibhaus Fuß Jeder Dritte hat Fußpilz, mancher jahrelang. Bis die Nägel zerbröseln

In Russland hat es fast jeder, in Deutschland jeder Dritte: Pilz am Fuß. In ganz Europa hat ein Pharmaunternehmen etwa 200.000 Füße untersucht und dabei festgestellt, dass in Spanien 10, in Russland 80 und in Deutschland über 30 Prozent der Menschen Fußpilz haben. Männer haben ihn häufiger als Frauen, Alte häufiger als Junge. Warum, kann Dr. Ingolf Dürr vom Deutschen Grünen Kreuz nur vermuten: „Die Menschen im Süden laufen häufiger barfuß oder in offenen Schuhen.“ Statt feuchter Treibhausluft, in der Pilze gedeihen, leben ihre Füße an frischer Luft. Außerdem: „Dadurch sehen die ihre Füße vielleicht häufiger“, vermutet Dürr.

Die meisten Menschen wissen nämlich nichts von ihrem Fußpilz. Bis die Nägel sich gelb oder bräunlich verfärben und schließlich zerbröseln, vergeht eine Weile. Am Anfang rötet sich zunächst die Haut zwischen den Zehen, sie schuppt und juckt. Weil das aushalt- und ignorierbar ist, können die meisten Pilze unbehelligt tiefer in die Haut eindringen und sich schließlich über die Nägel her machen.

Im Anfangsstadium ist es oft damit getan, den Fuß mit Puder, Tinktur oder Salbe zu behandeln. Sind die Nägel erst befallen, hilft nur noch der Gang zum Hautarzt und möglicherweise eine Tablettenkur, die den Pilz von innen bekämpft.

Die Studie hat herausgefunden, dass viele Menschen jahrelang mit verfärbten Fußnägeln herumlaufen, ohne sich darum zu kümmern. „Vielleicht kommt das bei Frauen auch deshalb seltener vor, weil sie sich die Nägel lackieren, während manche Männer ihre Füße jahrelang nicht ansehen“, vermutet Dürr. So kann er allerdings ungehindert andere anstecken. Teppichboden ist beispielsweise ein Pilz-Paradies. Die Sporen überleben viele Monate.

In Schwimmbädern, Saunen, Sporthallen, Hotelzimmern fängt man sich am leichtesten einen Pilz ein. Wie man sich schützen kann? Auf keinen Fall mit Fußdesinfektionsanlagen. Die weichen die Haut nur auf und machen sie so richtig empfänglich für Pilze. Außerdem versammeln sich gerade hier die Erreger, die von den Füßen bereits Infizierter abgespült wurden.

Eigentlich sind Füße gegen Pilze geschützt. Aber schon durch kleinste Verletzungen können die Erreger eindringen. Da reicht beispielsweise die Druckstelle durch zu enge Schuhe. Diabetiker sind besonders gefährdet, denn die Gefäße an ihren Füßen sind häufig geschädigt und weniger wehrhaft.

Vorbeugend wirken Badelatschen und atmungsaktive Schuhe und Socken, also aus Leder, Baumwolle oder Wolle. Am wichtigsten aber sind trockene Füße, besonders zwischen den Zehen.

Sandra Wilsdorf

taz Hamburg Nr. 6141 vom 13.5.2000 Seite 29 Spezial 38 Zeilen
TAZ-Bericht Sandra Wilsdorf

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