OSM: Was darf erfasst werden?

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Ein Frisör klagte gegen Facebook und gewann, er wollte nicht akzeptieren, dass Facebock ungewollt Werbung für sein Geschäft macht. Auf dem OpenStreetMap-Blog entspann sich auf Grund dieses Urteils eine rege Diskussion: Was darf eigentlich (noch) in die freie Weltkarte eingetragen werden, was nicht, wo sind die Grenzen, wo beginnt der Datenschutz? Kontrovers, aber kurzweilig!

Happy GISday!

Heute am 14. November 2018 wird weltweit der GISday2018 gefeiert. Der #geoObserver wünscht Euch gute geospatiale Einfälle und Aktionen!

Erstmals 1999 veranstaltet und aus der Geography Awareness Week hervor gegangen sind die Vermittlung und das Erzeugen von Verständnis geografischem Wissens Ziele des GIS Days.

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PS: Übrigens, wer noch den Wunsch nach #geoOberver-Sticker(n) verspürt, einfach Kontakt aufnehmen, es gibt noch welche :-) Kostenlos, nur um einen Freiumschlag würde ich bitten.

Gesucht: Postleitzahlen?

Wer sich schon immer mal nach aktuellen Postleitzahlen inkl. der dazugehörigen Flächen als Geodaten gesehnt hat, am besten aus freien Daten generiert und ohne Lizenzprobleme und Zusatzkosten, der sollte sich mal suche-postleitzahl.org anschauen.

Neben den vorgefertigten Downloads, kann man sich über plz-karte-erstellen auch eigene Bestände generieren lassen und als Shapefile, GeoJSON, TopoJSON, KML, oder SVG ausgeben lassen.

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Selbsttest: Deutschlandweiter Download als Shapefile, hier das Gebiet um Halle/Leipzig mit QGIS visualisiert

Geo-Treff 2018: Nachlese & Fotos

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Die Fotos [1] vom Mitteldeutschen Geo-Treff 2018, eine Nachlese von Rainer Kießling [2] sowie einige Vorträge [2], [3] sind online. Viel Spaß!

[1] … https://netzwerkgis.wordpress.com/2018/11/05/geo-treff-2018-nachlese-fotos/
[2] … https://netzwerkgis.wordpress.com/10-geo-treff-2018/
[3] … https://www.mitteldeutscher-geotreff-2018.de/programm

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SPD/LINKE-Initiative für mehr Open Data in Brandenburg

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Wenn es nach SPD und den Linken geht, soll sich was bewegen bzgl. Open Data in Brandenburg. Beide Fraktionen haben gestern (6.11.2018) im Landtag einen entsprechenden Antrag eingebracht: „Open Data für Brandenburg“. Am interessantesten sticht sicher Punkt 4 des Forderungskataloges heraus:

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Man kann diese Initiative nur begrüßen, hoffen wir mal auf genügend Zustimmung. Wir werden es beobachten. Mögen die Daten, die der Bürger finanziert und die nicht dem Datenschutz unterliegen auch endlich für den Bürger verfügbar werden!

[1] …  Tweet von BDVI Brandenburg (@BDVI_Bbg)

Buchtipp: „Mapping Society“

Wer sich mit den typischen Fragen thematischer Karten rund um das Thema „Sozialatlas“ beschäftigt, sei „Mapping Society:  The Spatial Dimensions of Social Cartography“ von Frau Professor Laura Vaughan empfohlen, momentan auch als PDF kostenfrei downloadbar.

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Titelseite von „Mapping Society:  The Spatial Dimensions of Social Cartography“
(Quelle: http://discovery.ucl.ac.uk/10056449/2/Mapping-Society.pdf)

UCL PRESS schreibt dazu:

„Über das Buch
Von einer seltenen Karte des Gelbfiebers im New Yorker Vierteljahrhundert über Charles Booths berühmte Karten der Armut im Londoner Viertel des 19. Jahrhunderts, eine italienische Karte der Rasseneinteilung im frühen zwanzigsten Jahrhundert Asmara, bis hin zu einer Karte der Vermögensunterschiede in den Banlieues von Paris des 21. Jahrhunderts zeichnet Mapping Society die Entwicklung der sozialen Kartographie in den letzten zwei Jahrhunderten nach. In diesem reich bebilderten Buch untersucht Laura Vaughan Karten ethnischer oder religiöser Unterschiede, Armut und gesundheitlicher Ungleichheiten und zeigt, wie sie nicht nur als historische Aufzeichnungen sozialer Untersuchungen dienen, sondern auch Inschriften sozialer Muster darstellen, die tief in die Oberfläche von Städten eingegraben wurden.

Das Buch behandelt Themen wie den Einsatz visueller Rhetorik zur Veränderung der öffentlichen Meinung, die Entwicklung der Soziologie als akademische Praxis, die Veränderung der Einstellung zu körperlichen Störungen und die Komplexität der Segregation als urbanes Phänomen. Während der Schwerpunkt auf historischen Karten liegt, führt die Erzählung die Diskussion über die räumlichen Dimensionen der sozialen Kartographie bis in die Gegenwart fort und zeigt, wie Disziplinen wie öffentliche Gesundheit, Kriminalistik und Stadtplanung räumliche Daten in ihrer aktuellen Praxis darstellen. Mit Beispielen der Raumsyntaxanalyse sowie historischen Karten und Fotos spricht dieser Band alle an, die sich für die langfristigen Kräfte interessieren, die das Leben der Menschen in Städten prägen.“ (Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator)

Apple & die neue Karte

Auch Apple bietet natürlich für seine iGeräte und seine Macs Kartenmaterial und die entsprechenden Apps an. Über die Änderungen der seit September 2018 erneuerten Karte, die Qualität und die Präsentation der Geodaten sowie Vergleiche mit den anderen Playern im Geodatenmarkt könnt Ihr in einem ausführlichen, lesenswerten Bericht „APPLE’S NEW MAP“ von Justin O’Beirne lesen.

Man kann schon staunen: viel mehr Anreicherung mit Realnutzung (Vegetation/Grün), viel mehr Detailierung (Strände, Sportplätze, Marinas, …), verbesserte Gebäude im 3D-Bereich. Probleme scheint es noch bei einigen Gebäudehöhen und einigen Dachdetails zu geben, dafür sind die Grundrisse teilweise besser als bei Google.


Marin County, nördlich von San Francisco
(Quelle: https://www.justinobeirne.com/new-apple-maps)

QGIS-PlugIn: GPXtoSpaceTimeCube

Angepingt durch einen Tweet von Anita Graser (@underdarkgis) bin ich auf das QGIS-Plugin „GPXtoSpaceTimeCube“ aufmerksam geworden. Dreidimensionale GPS-Daten (GPX-Dateien) laden und in 3D visualsieren. Einfach zu bedienen, schnelle Ergebnisse. Musste ich doch mal probieren. Klappt!

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Wanderung in Unterrisdorf  bei Eisleben 2009, visualisiert mit GPXtoSpaceTimeCube